Trauer kennt keine Regeln
Es gibt keine Regeln für Erinnerungen.
Es gibt keine Vorschriften für die Musik, die gespielt werden darf. Es gibt keine festen Worte, die gesprochen werden müssen.
Eine Lebensrede darf ehrlich sein. Sie darf laut sein. Sie darf leise sein. Sie darf Tränen zulassen und gleichzeitig ein Lächeln schenken.
War ein Mensch ein begeisterter Rockfan, dann dürfen seine Lieblingslieder den Abschied begleiten. Hat ein junger Mensch Hip-Hop geliebt, dann darf auch diese Musik Teil der Trauerfeier sein.
Denn ein Abschied sollte nicht von Traditionen bestimmt werden, sondern von dem Menschen, um den es geht.
Jeder Mensch hinterlässt Spuren. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine Leidenschaften, seine Träume und die Menschen, die ihn begleitet haben.
Genau diese Geschichte verdient es, erzählt zu werden.
Nicht als Trauerrede, sondern als Lebensrede.

